Kündigen Sie Formate, Längen und Beispiele an, bevor jemand tippt. Ein Hinweis „Mindestens acht Zeichen, eine Zahl, ein Sonderzeichen“ spart Fehlversuche. Inline‑Validierung bestätigt richtige Eingaben sofort. Verdeutlichen Sie, warum eine Anforderung existiert, statt nur „Ungültig“ zu schreiben. Präventive Klarheit fühlt sich wie unsichtbare Hilfe an und spart Supportkosten nachhaltig.
Beschreiben Sie das Problem konkret, nennen Sie Ursache und Lösung in einem Satz. „Die Kartennummer enthält zu wenige Ziffern. Bitte prüfen Sie Zahlendreher.“ Vermeiden Sie Codes, die nur Entwickler verstehen. Heben Sie die betroffene Stelle visuell hervor. Ein ruhiger Ton, freundliche Sprache und ein klarer Handlungslink bauen Spannung ab und fördern zügiges Weitermachen.
Bieten Sie Undo, Wiederherstellen oder Zwischenspeichern an, wann immer möglich. Ein kurzer Text wie „Aktion rückgängig machen in 10 Sekunden“ schenkt Sicherheit. Verlinken Sie zu Kontaktwegen, wenn Selbsthilfe endet. Kleine Erfolgsmeldungen nach der Korrektur stärken Motivation. So fühlt sich der Weg heraus genauso klar an wie der Weg hinein, ohne Angst vor endgültigen Fehlern.
Reduzieren Sie Onboarding auf drei Fragen: Was kann ich hier tun, warum lohnt es sich, und wie beginne ich jetzt. Jeder Bildschirm soll eine Entscheidung erleichtern, nicht drei neue schaffen. Kurze, handlungsstarke Verben, klare Erwartungen und sichtbare Fortschrittsanzeige verhindern Überforderung und halten die Energie hoch, bis die ersten Ergebnisse spürbar werden.
Nutzen Sie leere Listen und Dashboards, um Beispielinhalte, Tipps und einen klaren Primärknopf zu zeigen. Statt „Keine Daten“: „Noch keine Projekte. Erstellen Sie Ihr erstes und sehen Sie sofort Fortschritt und Fälligkeiten.“ Verlinken Sie zu Hilfen, wenn nötig. So wird Leere zur Einladung, nicht zur Sackgasse, und der nächste Schritt fühlbar naheliegend.
Liefern Sie Hilfe genau dort, wo das Fragezeichen entsteht. Kurze Tooltips, kontextbezogene Hinweise und optionale „Mehr erfahren“-Links verhindern Textwüsten. Achten Sie auf Timing: ein Hinweis nach dem Klick statt davor kann Wunder wirken. Messen Sie, welche Tipps genutzt werden, und reduzieren Sie alles, was ablenkt, damit Konzentration auf der Aufgabe bleibt.
Nutzen Sie kurze Sätze, aktive Formulierungen und vertraute Wörter. Erklären Sie Fachbegriffe, wenn sie unvermeidbar sind. Strukturieren Sie Informationen in logischer Reihenfolge. Prüfen Sie Lesbarkeitsindizes und hören Sie realen Menschen beim Vorlesen zu. Verständlichkeit ist kein Stilbruch, sondern ein Dienst am Publikum, der Support senkt und Zufriedenheit messbar steigert.
Beschriftungen müssen aussagekräftig sein: „Rechnung herunterladen, PDF, 1,2 Megabyte“ hilft mehr als „Hier klicken“. ARIA‑Attribute unterstützen, ersetzen aber keine saubere Semantik. Vermeiden Sie rein visuelle Hinweise wie „rechts oben“. Testen Sie mit Tastatur und Screenreader. So stellt Microcopy sicher, dass Informationen wirklich ankommen, unabhängig von Auge, Maus oder Touch.